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"gerne wieder"

Michael, 61-65, September 2018

"Symphatisches Hotel. Top Preis-Leistungs-Verhältnis"

Florian, 31-35, May 2019

"1 Woche voller Freunde mit der Familie"

Babsy, 41-45, June 2019

Tripadvisdor Review – June 2019

Lovely hotel in Port Andratx

We have been to this hotel 4 times, it is outstanding in every area. The location is perfect. The quality is by far outstanding. The staff are extremely helpful and friendly.

Booking review – June 2019

Excellent spa hotel

Fantastic location everything about Monport is first class surrounded with beautiful maintained landscape.

Tripadvisdor Review – May 2019

Lovely hotel

Stayed here with my wife for four nights in May. The breakfast is outstanding. We had half board and evening meals were great. Staff and service lovely and our room was huge. Nice walk down to the port and nice little town.

Tripadvisdor Review – April 2019

Yet another Lovely Stay

This is a lovely, relaxing hotel with great facilities and within walking distance of the Port with its bars and restaurants. The pool and pool bar are clean and tidy and all of the hotel staff are friendly and will assist with any requests.

Booking Review – Sept 2018

Excellent hotel to stay

We traveled with our 4 month old baby, the hotel staff was very helpful throughout the stay. Breakfast was superb and other facilities such as pool, pool bar were excellent.

Expedia Review – May 2019

Wonderful and peaceful hotel

We stay at this hotel regularly. The pool area is great with brilliant lifeguard. Breakfast has everything you need. We feel very comfortable here.

Bunyols und die Nit de les Verges: der 21. Oktober auf Mallorca

Bunyols und die Nit de les Verges: der 21. Oktober auf Mallorca

Mitte Oktober taucht an manchen Straßenecken der Dörfer und in den Vierteln von Palma ein Sonnendach auf, das in der Woche zuvor noch nicht da war. Darunter stehen eine breite Pfanne voller Öl, ein bemehlter Tisch und flinke Hände. Sie zupfen ein Stück Teig ab, drücken mit dem Daumen ein Loch hinein und lassen es ins Öl gleiten. Der Duft ist schneller da als der Stand selbst. Auf Mallorca kann das nur eines bedeuten: Les Verges stehen bevor.

Die heilige Ursula und die elftausend Jungfrauen

Am 21. Oktober gedenkt der Heiligenkalender der heiligen Ursula. Der mittelalterlichen Legende nach war sie eine britische Prinzessin, die mit einem Gefolge junger Frauen nach Rom pilgerte. Auf der Rückreise erlitten sie alle das Martyrium. Die Überlieferung legte die Zahl auf elftausend fest. Eine der häufigsten Erklärungen lautet, dass es elf waren und die Zahl durch eine falsche Lesart alter Inschriften anwuchs. Auf Mallorca trägt das Fest bis heute ihren Namen: Les Verges, ,,die Jungfrauen".

Was die Insel von dieser Geschichte bewahrt hat, findet sich nicht auf Altären. Es liegt auf der Straße, in der Nacht davor und in einer Papiertüte mit Zucker am Boden.

Die Nit de les Verges: Ständchen unter dem Balkon

Die Nacht vom 20. auf den 21. Oktober war die revetla, der Vorabend des Festes. Gruppen junger Männer zogen mit Gitarren und Bandurrias los, um unter den Balkonen der Mädchen, um die sie warben, Ständchen zu singen. Gefiel der Gesang, öffnete sich die Tür. Drinnen warteten Bunyols und ein Glas vi dolç, Süßwein.

In manchen Orten wurde daraus fast ein Wettbewerb. Die Gemeinde Manacor hat in einer Studie Berichte der Lokalpresse aus weiten Teilen des 20. Jahrhunderts zusammengetragen. Darin wetteifern Musikgruppen darum, in dieser Nacht am meisten Gehör zu finden.

Heute sind nur noch wenige Ständchen zu hören. Der Brauch hat jedoch einen neuen Schauplatz gefunden. An vielen Schulen schenken die Jungen ihren Mitschülerinnen einen clavell vermell, eine rote Nelke, und die Mädchen revanchieren sich mit Bunyols. Die Form hat sich verändert, der Austausch ist derselbe geblieben.

Bunyols de forat: Kartoffel, Süßkartoffel und ein Loch

Der Bunyol de les Verges ist nicht das luftige Brandteiggebäck, das man aus anderen Teilen Spaniens kennt. Der Teig besteht aus Mehl, gekochten Kartoffeln, moniato (Süßkartoffel), Backhefe und Ei, in vielen Familien auch aus etwas saïm, mallorquinischem Schweineschmalz. Er ruht, bis er aufgegangen ist. Dann folgt die Geste, die ihn ausmacht: ein Stück Teig, der Daumen, der das Loch öffnet, das heiße Öl. Heraus kommt er goldbraun und unregelmäßig, und zum Schluss wird er in Zucker gewälzt.

Sein Ursprung liegt vermutlich in der arabischen Küche mit ihrer Tradition frittierter Teige mit Honig. Auf Mallorca reichen die ersten Belege bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Konditoreien bieten auch gefüllte Varianten mit Creme, Sahne oder Trüffel an, die jedes Jahr beliebter werden. Doch der Bunyol de les Verges, wie er immer war, ist der Bunyol de forat: der mit dem Loch, ohne Füllung.

Kiloweise, von Ständen, die nur im Herbst öffnen

Zu Hause backt sie kaum noch jemand, ähnlich wie bei den figues seques, den getrockneten Feigen. Die Mallorquiner kaufen sie kiloweise in Bäckereien und an Saisonständen, die im Oktober öffnen und im November wieder verschwinden. Eine reine Dorftradition ist das nicht. In Palma haben Viertel wie Es Fortí oder Coll d'en Rabassa ihre alteingesessenen Stände, und die Schlangen am 20. sind so lang wie auf jedem Dorfplatz der Part Forana, wie man den Rest der Insel nennt. Viele sind Familienbetriebe mit Rezepten, die von Müttern an Töchter weitergegeben wurden. Schulen und Büros bestellen ganze Tabletts für den 21.

Gegessen werden sie warm, am liebsten im Stehen, gleich neben dem Stand. Eine Stunde später sind sie nicht mehr dasselbe.

Les Verges von Port d'Andratx aus

Der Oktober hat im Südwesten der Insel seinen eigenen Kalender. Das Meer ist noch warm, und die Llampuga-Boote kehren jeden Morgen an die Mole zurück. Die Nachmittage werden kürzer, ohne dass es schon kalt wäre. An solchen Nachmittagen passt eine Tüte warmer Bunyols ganz selbstverständlich dazu: ein Spaziergang an der Hafenpromenade, während die Sonne über der Hafeneinfahrt sinkt, und danach das Spa des Mon Port, um den Tag ausklingen zu lassen.

Les Verges kennt keine Prozession und kein offizielles Programm. Das Fest lebt in einem Brauch, der sich jedes Jahr wiederholt, ohne dass ihn jemand ankündigt. Wie es in einem kleinen Reim heißt, den man an Schulen noch heute hört: ,,Avui són les Verges, bunyols a menjar", also ,,Heute ist Les Verges, Zeit für Bunyols".

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